Aufgeben? Pff..ich bin mir mehr wert..

Another day, same shit! Das war heute morgen meine Insta-Story. Im Hintergrund ist mein Skript mit Ausarbeitungen von Evaluationsforschung und ein Fachbuch dazu. Seit zwei Wochen habe ich nichts anderes gemacht als für diese Prüfung zu lernen. Am Wochenende war ich dann Zuhause und hab gemerkt dass gerade nichts mehr geht. Ich war erschöpft, müde, lustlos und mir hat alles weh getan. Ich hab also dringen deine Pause gebraucht. Die wollte ich mir natürlich auch gönnen. Einen Tag. Daraus ist dann das ganze Wochenende geworden. Aber nicht weil ich mich davor drücken wollte, sondern schlichtweg weil nichts mehr ging. Wenn Buchstaben und Zahlen nur noch verschwimmen, war die Pause nicht lang genug. Also habe ich mir das ganze Wochenende ohne Lernen gegönnt. Allerdings sitzt mir der Termin für die Prüfung im Nacken und ich muss sie unbedingt bestehen. Es wird also eng.

Dass ich die Pause nötig hatte war die eine Sache. Aber dass die „lange“ Pause den Verlust der Motivation mit sich brachte war eine andere. Die Zeit rennt, ich bin erschöpft und die Motivation fehlt. Aber jedesmal wenn ein Tief droht einzuschlagen, mache ich mir klar: Nur noch ein paar Tage durchhalten, dann hab ich es geschafft.

Noch vor zwei Wochen war ich kurz davor aufzugeben. Aber nicht weil ich nicht mehr konnte, sondern weil ich nicht kämpfen wollte. Es wäre viel einfacher gewesen aufzugeben. Einfach hinzuschmeißen und der Herausforderung aus dem Weg zu gehen. Klar, hätte ich machen können. Während meine Studiums war ich oft an dem Punkt. Ich wollte nicht mehr kämpfen. Und ich muss zugeben: Oft war mein einziger Grund weiter zu machen weil ich somit gewissen Menschen den M*ttelfinger zeigen konnte. Und jedes Mal bin ich wieder augestanden und hab weiter gemacht. Oft mehr schlecht als recht, aber ich hab nicht aufgegeben. Vor zwei Wochen stand ich also da, wieder mal an dem Punkt nicht mehr kämpfen zu wollen, sondern den einfachen Weg zu gehen. Und ich blickte in Gedanken zurück, an all die Male bei denen ich diesen Punkt überwunden hatte. Ich war kurz vorm Ziel. Würde ich jetzt aufgeben wäre alles umsonst gewesen. Na gut, nicht alles! Aber zu viel! Und was war mit dem M*ttelfinger? Also beschloss ich nicht den einfachen Weg zu gehen, denn ich bin mir mehr wert! Ich beschloss das jetzt voll durchzuziehen, so hart es sein mag. Ja ich bin erschöpft, und ich möchte nicht mehr. Aber ich mache trotzdem weiter. Ich raffe alles was noch bleibt auf und kämpfe bis zum Schluss! Aufgeben war die letzten dreieinhalb Jahre keine Option und das wird sie jetzt auch nicht werden! Und so wurde aus dem „Euch zeig ich’s!“ ein „Ich mache das für mich!“

Und was gibt es besseres als das?

 

fanoona ♥

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