Eine Frage die ich häufig gestellt bekomme, deren Antwort keiner hören möchte.

Ich wurde schon oft gefragt “Wie kann ich meine Angst überwinden?”. Und fast immer löst meine Antwort darauf Enttäuschung bei meinem Gegenüber aus.

Wenn wir die Angst überwinden wollen, müssen wir uns ihr stellen. Das heißt du musst genau das tun, wovor du Angst hast. Du hast Angst deinem Kollegen die Meinung zu geigen? Sag ihm deine Meinung. Du hast Angst Vorträge zu halten? Halte Vorträge. Egal was es ist, was du überwinden möchtest: Tu es und du wirst es überwinden.

Die übliche Reaktion auf meine Antwort ist eine Explosion von zurechtgelegten und spontan eingefallenen Gründen die alle dagegen sprechen es zu tun. Es hagelt Ausreden ohne Ende auf mich nieder. Von plausiblen bis völlig an den Haaren herbeigezogenen Ausreden ist alles dabei. Und oft merke ich, dass mein Gegenüber auch selbst merkt, dass das alles nur Ausreden sind.

Ich kenne das. Ich bin da auch oft genug so. Ich verstehe das vollkommen. Ich möchte nicht hören dass ich das tun soll wovor ich doch solche Angst hab. Da muss es doch einen anderen Weg geben. Kann man da nicht im Vorfeld immun gegen die Angst werden und dann alles meistern was man möchte?

Sorry, aber nein! Wir müssen da geradewegs durch sonst lassen wir das nicht hinter uns. Die Sache ist nämlich die: Wir haben irgendwann gelernt, dass uns diese bestimmte Situation Angst macht. Ich beispielsweise bin ein nervliches Wrack wenn ich vor einer Gruppe Menschen etwas präsentieren muss. Sei es ein Vortrag über ein Thema oder eine Präsentation eines Konzepts oder was auch immer – mir geht der A auf Glatteis. Irgendwann in meinem Leben habe ich gelernt, dass solche Situationen eine Gefahr für mich darstellen. Die Gefahr mag verschieden aussehen aber irgendwann gab es eine oder mehrere Situationen die mich gelehrt haben: Wenn du vor Leuten stehst und etwas vortragen, vorstellen oder präsentieren musst dann renn weg! Renn so schnell du kannst denn diese Situation bedeutet Gefahr. Und ich hab mir das gemerkt.

Wenn ich also einen Vortrag halten muss bekomme ich Angst mit den klassischen Symptomen. Ich schwitze, ich bekomme kalte Hände, mein Blick verschwimmt zu einem Tunnelblick, mein Herz rast… sprich: mein Körper bereitet mich auf die Flucht vor. Das haben wir noch von früher: Wenn der Bär kommt laufen wir weg. Da werden alle unnötigen Prozesse im Körper runtergefahren, um alle Energie ins Rennen stecken zu können. Oder ins Kämpfen, aber ich bin da eher die, die flüchtet.

Also. Ich reagiere auf etwas in der Vergangenheit weil ich annehme, dass etwas schlimmes passieren wird. Und es wird mir immer und immer wieder so gehen, wenn ich nicht lerne, dass die Situation auch ganz anders ausgehen kann. Vielleicht bin ich sehr gut im Vortrag halten. Vielleicht kann ich die Methode sehr verständlich erklären. Vielleicht sind meine Ausführungen sehr unterhaltsam. Vielleicht verurteilt mich niemand weil ich mich versprochen habe. Vielleicht bekomme ich sogar Komplimente weil ich es so gut gemeistert habe. Vielleicht passiert ja all das gar nicht, wovor ich solche Angst habe. Aber das erfahren wir meistens nicht, weil wir es nicht probieren. Nein, das macht mir Angst! Das werde ich nicht tun, da muss es doch einen anderen Weg geben.

Leider, und das wollen wir alle nicht hören (einschließlich ich), aber leider müssen wir genau das tun!

Das heißt ich muss mich vor die Gruppe von Menschen stellen und diesen Vortrag halten, wenn ich keine Lust mehr habe drei Tage davor schon nervlich am Ende zu sein. Anders geht es nicht. Es gibt Methoden, die dabei helfen, sich zu beruhigen und klar zu machen, dass nichts schlimmes passieren kann. Aber wenn die Angst so tief sitzt, wie z.B. bei mir, dann führt da kein Weg daran vorbei.

Und ich weiß, das sind schlechte Neuigkeiten. Denn das ist schwer, das kostet Kraft, das macht keinen Spaß (manchen schon, aber das sind nicht die, von denen hier die Rede ist). Aber aus eigener Erfahrung kann ich aus vollster Überzeugung sagen: Es lohnt sich so sehr! So, so sehr!

Ich musste mich schon wirklich oft meinen Ängsten stellen. In den vier Jahren in denen ich studiert habe musste ich gefühlt hunderte Vorträge und Ähnliches überstehen, aber auch im privaten hatte ich das schon so oft. Das heftigste, das ich erlebt habe war die Traumatherapie. Es war schlimm und schwer und schmerzhaft. Aber es war auch so befreiend motivierend und bestärkend wie sonst nichts, das ich versucht hatte.

Ich weiß, es ist schwer. Vor allem das erste Mal. Aber je öfter man das durchzieht, umso einfacher wird es und man merkt, wie man sich dabei verändert.

Im nächsten Beitrag kann ich euch kurz von meiner letzten Begegnung mit meiner Vortragsangst erzählen. Die zeigt, was es bewirkt eben nicht mehr wegzulaufen, sondern sich der Angst zu stellen.

Wenn ihr Fragen habt oder mir von euerer Erfahrung oder auch euren typischen Ausreden (die wir alle haben, fühlt euch deswegen nicht klein!) erzählen wollt, hinterlasst mir einen Kommentar oder schreibt mir eine Mail (die niemand zu Gesicht bekommen wird, außer ich! Versprochen!)

Also, los geht’s! Seid mutig, es lohnt sich so sehr!

 

Mit Liebe,

Eure fanoona

#Inktober – Tag 6 #sword

Das heutige Inktober-Bild war sehr bewegend für mich. Ich werde morgen noch einen eigenen Eintrag dazu schreiben aber gerade bin ich zu erledigt. Kämpfen raubt Kraft und macht müde. Deshalb werde ich mir jetzt noch ein bisschen Erholung gönnen bevor ich arbeiten gehen muss anstatt mich zu zwingen jetzt erwas dazu zu sagen.

Dennoch wollte ich euch das heute endstandene Inktober-Bild nicht nicht vorenthalten.. gezeichnet mit den tollen Polychromos von Faber Castell auf schlichtem schwarzen Papier.

 

fanoona ♥

#WMDEDGT Oktober 2017

Gestern bin ich über #WMDEDGT (Was machst du eigentlich den ganzen Tag?) der lieben Frau Brüllen gestolpert. Dabei wird immer am fünften des Monats ein Tagebucheintrag geschrieben in dem jeder der mitmachen möchte erzählt, was er denn so den ganzen Tag gemacht hat. Ich fand die Idee ganz nett und dachte ich mache da mal mit.

Wen die anderen Tagebucheinträge interessieren einfach mal hier schauen.

Mein Tag hat heute ganz unfreiwillig sehr früh begonnen. Ab ca. 4:15 Uhr habe ich mich im Bett gewälzt, zumindest sinngemäß. Ich lag wach weil ich fürchterliche Halsschmerzen und Kopfschmerzen hatte. Wälzen konnte ich mich nicht, weil es sich der Kater auf mir bequem gemacht hatte um Streicheleinheiten abzugreifen. Jeden Morgen kommt er maunzend ans Bett und möchte doch bitte jetzt endlich ausgiebig gestreichelt werden. Leider bin ich manchmal einfach noch viel zu müde um meinen Arm oben zu halten. Jetzt hat er angefangen in solchen Fällen einfach meinen Brustkorp zu belegen, weil die Wahrscheinlichkeit auf Streicheleinheiten so enorm steigen. Irgendwann musste ich dann fürchterlich dringend auf Toilette und musste nun doch aufstehen. Da ich sowieso nicht schlafen konnte habe ich mir einen Tee gekocht und die Serie Elementary angemacht. Ich finde sie total genial. Die beiden Charaktere Sherlock Holmes und Dr. Watson und deren Beziehung zueinander finde ich auf eine eigenartige Art und Weise interessant :D

Um 6:30 Uhr war ich dann schlagartig hundemüde und habe mich für eine halbe Stunde hingelegt. Die halbe Stunde war dann um ca. 9:00 vorbei, als ich plötzlich aus dem Tiefschlaf aufgewacht bin. Wenn die halbe Stunde ausruhen nur immer so lange dauern dürfte :D

Dann habe ich mich schnell frisch gemacht und angezogen denn ich musste los. Ich hatte ein paar Sachen zu erledigen, unter anderem musste ich zum Arzt um sicher zu gehen, dass es nur eine harmlose Entzündung ist. Is es! Juhuu! ( Man muss sich ja über die kleinen Dinge freuen!) Ich gehe ja nicht so schnell zum Arzt, zum Leidwesen des Mr. der dann permanent mit dem dazu Drängen beschäfftigt ist. Aber da es selbst nach zwei Wochen nicht besser sondern nur schlimmer geworden ist, bin auch ich der Meinung, das mal jemanden mit Ahnung anschauen zu lassen.

Nach dem Arzt noch schnell Einkaufen gewesen und dann schnell wieder ab ins warme Zuhause. Die Jogginghose angezogen hab’ ich erstmal mein Schnitzel von gestern gegessen, das ich von Arbeit mitbekommen habe ( Ihr seht, wir ernähren uns super gesund und ausgewogen..ähm..ja..)

Dann habe ich mich gleich an das heutige Inktoberbild gesetzt. Wer wissen möchte was das ist schaut mal hier, da habe ich den Erfinder und worum es geht verlinkt. Mehr zum heutigen Inktoberbild habe ich in diesem Beitrag geschrieben, schaut es euch gerne mal an. Auch für Feedback (einschließlich Kritik) bin ich dankbar! :)

Jetzt kam schon der Mr. ich solle mich beeilen, er möchte noch eine oder zwei oder drei Folgen Designated Survivor mit mir schauen, bevor er ins Bett geht. Sein Tag beginnt um 2.30 Uhr, deshalb müssen wir die Zeit die wir Abends noch zusammen haben auch nutzen. So, da werde ich mich jetzt auf die Couch begeben und mit Präsident Kirkman mitfiebern wer ihn als nächstes stürzen möchte.

Ich hoffe ihr habt einen schönen Abend, wie auch immer der auch aussehen mag? Erzählt doch mal: Wie sieht denn gemütlicher Abend bei euch aus?

 

fanoona ♥

 

 

 

#Inktober – Tag 5 “long”

Bei dem heutigen Stichwort hab’ ich mir schon ein bisschen schwer getan. Das Stichwort des fünften Tages des Inktobers ist #long. Ich hatte einige Ideen, die ich mir aber nicht wirklich antun wollte, zum Beispiel ein Wollknäuel oder Spaghetti. Aber so viele Linien wollte ich heute wirklich nicht zeichnen.

Also habe ich mich für den Xtra-long Chili Cheese Burger von Burger King entschieden. Ich hab’ ihn noch nie gegessen und habe es auch nicht vor. Ich mag es nicht wenn das Essen zu scharf ist und der Grad an Schärfe scheint bei mir sehr schnell erreicht zu sein.

Anfang des Jahres hatte ich das letzte Mal einen Burger gemalt. Der ist mir sogar sehr gut gelungen, allerdings hatte ich ihn in meinem Filofax gemalt, d.h. daneben stehen To-do-Listen und Notizen des damaligen Tages.

Heute ist es mir sehr schwer gefallen zu malen, da mein Hals entzündet ist, so auf die fiese Art. Ich habe sehr schlecht geschlafen, habe Kopfschmerzen und fühle mich grundlegend schlapp – Ihr kennt das..!

Dementschprechend unzufrieden bin ich mit dem Ergebnis . Aber was soll’s. Es soll doch Spaß machen und das hat es.

Jetzt hätte ich auch gerne einen Burger. Stattdessen gibt es erstmal eine rießige Kanne Kamillentee und dann schaue ich mal was der Mr. zwecks Abendessen spricht. (Mein Mr. macht übrigends die besten homemade Burger! :D) Esst ihr auch gerne mal einen Burger oder könnt ihr damit so rein garnichts anfangen?

fanoona ♥

#Inktober – Tag 4 “underwater”

Gestern bin ich leider nicht mehr dazu gekommen es online zu stellen, dafür gibt es heute zwei. Das gestrige offizielle Stichwort des Inktobers war #underwater. Mein erster Gedanke war das Meer, mit allem was man sich nur vorstellen kann. Aber ich hatte auf keiner der Motive Lust die etwas mit dem Meer zu tun haben.

Da kam mir die Idee eines Teebeutels. Kennt ihr das wenn ihr den Teebeutel ins Wasser taucht und sich das Wasser langsam anfängt zu färben? All die wunderschönen Schlieren, die sich im Wasser ausbreiten. Ich mag diesen Moment. Er ist wunderschön anzusehen und all zu schnell vorbei.

Also habe ich mich für einen Teebeutel im Glas entschieden. Ich gebe zu ich habe zuerst ein Foto gemacht, von dem ich es dann abgemalt habe. Denn Spiegelungen auf Glas und wie sich das Bild verzerrt beherrsche ich noch nicht. Aber tatsächlich hat sich erst beim vierten Früchtetee das Wasser tatsächlich so schön rot gefärbt, wie ich es wollte. Alle anderen waren eher gelb.

Das ist also dabei herausgekommen. Für meine bisherigen Verhältnisse finde ich es sehr gelungen. Klar, ich sehe ein paar Makeln aber das macht nichts. Ich sehe die Inktober-Challenge als Übung für mich an. Den Hintergrund lasse ich bei den Inktoberbildern bewusst weg. Ich möchte mich erst mal auf die Motive an sich konzentrieren. Kommt Zeit, kommt Detail. Was habt ihr denn so schönes bei der Inktober-Challenge gezaubert? Und bereitet es euch auch so viel Freude zuzusehen wie sich das Wasser färbt?

 

fanoona ♥

 

#Inktober -Tag 3 “Poison”

Vor kurzem bin ich auf Instagram über den Inktober von Jake Parker gestolpert. Die Idee dahinter ist jedes Jahr im Oktober jeden Tag etwas zu zeichnen. Dafür stellt Parker jedes Jahr eine neue Stichwortliste zur Verfügung, die für jeden Tag ein eigenes Stichwort parat hält. Und schon kann man loslegen.

Ich habe die letzen Jahre sehr wenig gezeichnet weil ich wusste ich kann es wenn ich es muss aber wenn ich es will geht es nicht. Jetzt weiß ich, dass es nur daran lag, dass ich mir ivel zu viel Druck gemacht hab. Ich war der Meinung es muss sofort gut aussehen und wenn das nicht der Fall war hab ich das als Beweis dafür genommen dass ich es nicht kann. Also hab ich es sein lassen und mich mit winzig kleinen Sketches in meinem Planer abgefunden.

Da ich in den letzten Jahren vieles verarbeitet habe dass mich stark im Alltag und somit auch in meiner Kreativität und die Kraft einfach drauf los zu machen beeinträchtigt hat. Jetzt, da mein Kopf und auch mein Körper nicht mehr permanent damit beschäftigt sind sich mit meiner Vergangenheit herumzuschlagen bin ich auch in meiner Kreativität wieder viel freier.

Als ich dann vor ein paar Tagen über den Inktober gestolpert bin war ich hin und her gerissen. Soll ich mitmachen oder mache ich mir sowieso wieder zu viel Druck? Geht es wieder nur schief und ich bin total unmotiviert? Noch vor einem Jahr hätte ich mich von all den Selbstzweifeln besiegen lassen und hätte es einfach sein lassen. Heute jedoch habe ich einfach losgelegt, ohne groß darüber nachzudenken ob was “ansehnliches” dabei herauskommt und was eine “Niederlage” für mich bedeuten würde. Und siehe da: Es hat so viel Spaß gemacht. Ich bin immer wieder erstaunt welche Macht unsere Gedanken über uns, und somit auch über unseren Erfolg haben.

Ich werde nicht zwanghaft jeden Tag etwas zeichnen. Ich möchte da ganz ohne Druck rangehen. Wenn mir danach ist werde ich etwas zeichen, wenn nicht, dann aber nicht. Heute, am dritten Tag des Inktober, hatte ich so richtig Lust dazu und hab direkt nach dem Frühstück (und einer Folge Elementary) losgelegt. Das heutige Stichwort war #poison. Ich hatte viele Ideen im Kopf die in ganz unterschiedliche Richtungen gingen. Allerdings vermeide ich immer wieder etwas “realistisch” zu zeichnen, deshalb habe ich mich genau dafür entschieden. Es nützt ja nichts, wenn wir wieder und wieder das vermeiden was uns schwer fällt. So wird sich nie etwas ändern. Also ran an den Bleistift und los ging es.

Ich hab mich für ein paar klassische Medizinfläschchen entschieden. Auf der vordersten Flasche lässt sich mit etwas Fantasie das Wort “self-doubt” erkennen, da für mich immernoch meine Selbstzweifel das größte Gift ist. Die Flaschen hab’ ich erst mit Bleistift vorgezeichnet und dann mit Aquarell coloriert.. wenn man das so nennt. Dafür nutze ich die Albrecht Dürer Stifte von Faber Castell, allerdings nicht im klassischen Sinne. Es ist mir tatsächlich zu mühsam darauf zu achten wie viel Druck ich ausübe um bloß nicht irgendwelche ungewollten Striche zu bekommen, wenn ich danach sowieso nochmal mit dem Pinsel darüber gehe. Vielleicht klingt das für die Könner albern, aber das macht nichts. Ich jedefalls male einfach wild auf ein Schmierpapier und nehme dann die Farbe mit einem Wassertankpinsel auf..so als wären es Farbnäpfchen. Das mag vielleicht etwas eigenartig sein aber für mich funktioniert es ohne unötigen Stress. Also passt das schon.

Wer interssiert ist und auch am Inktober teilnehmen will findet hier nochmal den Link:

http://mrjakeparker.com/inktober

Ich werde mich jetzt mal an meine neue Facebook-Seite setzen. Die alte bleibt bestehen, aber ich werde eine extra “Künstler”-Seite (Ich mag es nicht mich als Künstlerin zu bezeichnen) einrichten, auf der es hauptsächlich um meine künstlerischen Arbeiten gehen wird. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.

Jetzt wünsche ich euch erstmal noch einen schönen Feiertag. Bei mir scheint die Sonne, das werde ich später noch für einen schönen Spaziergang nutzen. Bis dahin machts gut und lasst euch nicht unterkriegen!

fanoona ♥

Hallo Herbst – Hallo Herausforderung


Es ist Herbst! Für mich ist der Herbst eine Zeit die mich gewissermaßen dazu ‘zwingt’ mich mit mir selbst wieder intensiver zu beschäftigen. Draußen wird es kalt und es ist oft nass und ungemütlich. Das heißt ich verbringe mehr Zeit zuhause, alleine. So gefährlich wie das Alleinsein für mich sein kann, so sehr kann ich es auch genießen..eben bis zu einem gewissen Maße. Ist das Wetter eklig und ich möchte nicht raus muss ich lernen den Punkt an dem es schwierig für mich wird alleine zu sein ein Stückchen weiter zu schieben. Das heißt ich ich muss mich ein Stückchen mehr mit mir beschäftigen als zuvor. Auch wenn ich es gewohnt bin mit und an meinen Ängsten und Schwächen zu arbeiten kommt irgendwann der Punkt an dem es schwierig wird. Das heißt im Herbst wird das Training härter für mich. Aber das ist ok. Mittlerweile kann ich dankbar für solche Herausforderungen sein. Jetzt kann ich auch ehrlich sagen: Hallo Herbst, schön dass du da bist! Lass uns loslegen!

Hoftexplosion 3 – erstmal setzen lassen

Die Hoftexplosion 3 ist vorbei und was soll ich sagen: Es war der Wahnsinn! Der Stress im Vorfeld hat sich definitiv gelohnt.Das Wochenende war ein voller Erfolg und das obwohl am Ende alles anders war als ich es geplant hatte. Ich hatte so viele Ideen gesammelt und konnte kaum welche davon umsetzen da ich bis eine Woche vor Beginn des Festivals meine Bachelorarbeit geschrieben habe. Das heißt ich musste größtenteils improvisieren und verwenden was schon da war. Allerdings war das letztendlich auch nicht schlimm, vielleicht sogar gut.

Wie schon bei der ersten Hoftexplosion wollte ich das Event nutzen um eine Message zu vermitteln. Mir geht es nicht darum meine Werke zu zeigen und was ich kann. Ich möchte dass die Besucher nach Hause gehen und über sich selbst nachdenken. In diesem Jahr stand bei mir das Thema “Identität” im Fokus. Da das auch Teilthema meiner Bachelorarbeit war hatte es sich einfach angeboten. So konnte ich mein wissenschaftlich fundiertes Wissen gleich kreativ und praktisch anwenden.

Mein Stand hatte sich deutlich von den der anderen Teilnehmer unterschieden. Ich war mir nicht sicher wie es ankommen würde und war demnach sehr überrascht über das viele positive Feedback und was alles daraus entstanden ist. Ich hatte viele sehr gute, ehrliche und auch persönliche Gespräche mit einer Vielzahl Besuchern aber auch anderen Künstlern. Ich hatte das ehrlich gesagt nicht erwartet aber bin sehr dankbar darüber. Wenn ich all das revue passieren lasse, habe ich das Gefühl, dass es vielen gut getan hat sich darüber auszutauschen. Müsste ich alle Gespräche zusammenfassen wären die häufigsten Punkte dass 1. Wer bin ich eigentlich?  eine “sehr gute Frage” ist, über die es sich lohnt darüber naachzudenken, dass 2. eine Antwort darauf zu finden gar nicht so leicht ist und 3. der Prozess seine Identität zu finden niemals aufhört. Schließlich kann eine noch so kleine Veränderung genügen um erneut vor der Frage zu stehen Wer bin ich denn überhaupt?

Das Wochenende hat mir verdeutlicht, wie wichtig das Thema ist und dass ich an dem Thema dranbleiben sollte, in welcher Form auch immer. Das Schönste an meiner Teilnahme an der Hoftexplosion 3 ist es zu wissen, einigen Menschen etwas mitgegeben zu haben. So gesehen war das Festival mehr als ein Erfolg für mich.

Ich denke ich werde hier noch öfter das Wochenende ansprechen, da es auch in mir sehr viel bewegt und auch nach außen einige Türen geöffnet hat. Jetzt aber werde ich erst einmal das Chaos in meinem Arbeitszimmer beseitigen und mich selbst ein bisschen sortieren. Vor allem aber werde ich mir Ruhe gönnen um meine Erkältung losozuwerden und neue Kraft zu bekommen für alles was jetzt ansteht.

Wer Interesse daran hat wie die Hoftexlosion sonst so war kann auf der Hoftexplosion 3  Facebookseite stöbern oder auf Facebook, Instagram, etc. einfach mal den Hashtag prüfen.

 

fanoona ♥

Wie es aussieht wenn ich konzentriert an meiner BA arbeite..

..oder an meiner BA arbeiten sollte, stattdessen aber PROKRASTINATION lieber ganz ganz groß schreibe. Da ich für das Motiv auf dem Charger mal wieder meine POSCAs in der Hand hatte, hat es meine Freude an den Stiften wieder mal geweckt.

Die schwarze Ikeabox nutze ich zur Aufbewahrung eines Teils meiner Stempelutensilien. Die Oberfläche ist schön glatt und bietet sich daher super an um mit den POSCAs zu malen. An den Stiften ma ich besonders, dass sie sich so gut mischen lassen, ohne dauerhaft versaut zu werden. Ich streife die Spitzen einfach an meiner rechten Hand ab um die “falsche” Farbe abzubekommen. Von der Haut geht es auch ganz leicht ab.. wenn man nicht zu lange wartet :D

Die Schnalle ist von meiner tollen Gusti Leder-Tasche, die ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe und seitdem permanent nutze. Die Produkte von Gusti Leder kann ich im Übrigen nur empfehlen. Tolle qualität und optisch wunderschön!

fanoona ♥

Entspann’ dich mal.

Zur Zeit bin ich innerlich sehr unruhig durch all den Stress den ich gerade habe. So vieles das passiert und ich kann es garnicht richtig erleben weil ich in Gedanken noch bei dem Absatz und der Methode bin und überlege was ich noch machen und an wen ich denken muss und dann klingelt das Telefon und ich schaue schnell mal dort vorbei und zwischen rein gönne ich mir eine Folge einer Serie..irgendeine, sie soll ja nur ablenken von all der Arbeit und den Verpflichtungen. Einmal die Sinnlosigkeit der Sache genießen.

Häufig funktioniert das bei mir. Aber zur Zeit prasselt so viel auf mich ein und geht mir so vieles durch den Kopf (und muss es ja auch), dass es meine Unruhe mir steigert, wenn ich mir in den Pausen nicht wirklich Ruhe gönne. Ich habe echte Probleme mit dem Nichtstun. Irgendwas muss dudeln und irgendwas müssen meine Finger machen und irgendwas müssen meine Augen sehen. Irgendwas. Irgendwas? Das ist ja nicht nur super sinnlos sondern auch super anstrengend, schon beim drüber nachdenken. Also zwinge ich mich zur Ruhe um mich wieder daran zu gewöhnen. Ich setze mich mit einer Tasse Kaffee, einem Stück Melone und viel Wasser auf den Balkon. In dem bequemen Sessel den ich mir vom Arbeitszimmer hole kann auch mein Körper entspannen. So sitze ich da, genieße die Sonne auf der Haut und lasse die Gedanken kreisen. Ich lasse sie kreisen weil ich sie nicht so recht vorbeiziehen lassen kann. Auch etwas, dass ich üben muss weil ich es verlernt habe. Wenn ich merke dass es anstrengend wird weil sich immer die gleichen Gedanken kreisen, suche ich mir eben etwas anderes zum entspannen. Also hole ich mein Bullet Journal und zeichne ein bisschen dein rum. Unbeschwert, ohne Ziel also ohne Grenzen und regeln. Ohne Ansprüche. Und ich merke wie ich ruhig werde..und zufrieden. Weil ich etwas mache dass mich nicht fordert aber Freude bringt. Verrückt, wie oft die größten Anstrengungen das Gegenteil bewirken. Wie so oft liegt das Geheimnis in den ganz kleinen und einfachen Dingen. Wir sollten aufhören die Erfüllung außerhalb unserer alltäglichen Reichweite zu suchen. Wir sollten jeden Tag erfüllt sein, was auch immer das für jeden einzelnen bedeuteten mag.

fanoona ♥