Trotzdem.

Ich bin müde und erschöpft und hab keine Lust mehr Wände zu streichen, Theorien durchzukauen und Studien zu lesen. Ich würde gerne im Garten im Gras liegen und ein schönes Buch lesen. Aber ich muss Wände streichen, Theorien durchkauen und Studien lesen. Da hilft nur gute Laune schaffen. Wir vergessen schnell dass wir unser Wohlbefinden in der Hand haben. Wenn wir die Umstände nicht ändern können dann eben die Einstellung mit der wir Ihnen begegnen. Das Haus muss fertig werden und die Untersuchungen für die BA beginnen. Also höre ich auf darüber nachzudenken wie wenig Lust ich gerade dazu habe und auf welche tausend Arten ich versagen könnte. Stattdessen freue ich mich darauf bald ein wunderschönes Zuhause zu haben in dem ich meine BA abschließen kann (die, mal nebenbei gesagt, super interessant ist. Ich bin so auf die Ergebnisse gespannt). Also kurz gesagt: all die Gedanken die mich mies stimmen beiseite schieben, Katzenohren auf und loslegen. Ich weiß schließlich wofür ich es mache!

“..ich möchte mich heute hier outen.”

Heute darf ich euch einen weiteren Gastbeitrag präsentieren. Diesmal ist er von Felix Kersten, Lifecoach bei Mindaesthetics. Die Jungs machen eine super Sache und die wollte ich euch nicht vorenthalten. Aber bevor ich jetzt groß erzähle lest selbst.

Finden könnt ihr die Jungs von Mindaestetics über ihre Homepage , auf Facebook und auf Instagram.

Hallo mein Name ist Felix und ich möchte mich heute hier outen.

Ich habe bereits vieles versucht um dem auszuweichen, doch bin bis zum heutigen Tag immer wieder gescheitert.
Ich trage diese Last kontinuierlich mit mir herum, sodass ich stetig damit konfrontiert werde. Jahrelang habe ich dagegen angekämpft, versucht mich zu tarnen und habe vor anderen eine gute Rolle eingenommen.

In dieser Rolle war ich ein Superheld, glänzte in voller Pracht und wurde für meine Taten bewundert.

Tatsächlich kam ich mir eher vor wie Batman, ständig zwischen zwei Welten lebend, immer mit der Angst umgeben entlarvt zu werden.
Doch diese Maske bröckelte in den letzten Jahren.

Verzweifelt hielt ich an meiner Rolle fest.

Das ist jetzt nicht mehr möglich.
Und somit möchte ich meinen Umhang heute ein für alle Mal abstreifen und mich vor dir gänzlich ohne Maske präsentieren.

Um ehrlich zu sein,
ich habe mir diese Rolle nie ausgesucht, sie wurde mir verliehen und ich habe immer versucht ihr gerecht zu werden.

Perfekt zu sein, stark, unverletzlich, cool und andere glorreiche Eigenschaften, sollte ich verkörpern.

Ich sollte mich entwickeln, glänzen, Anforderungen gerecht werden und andere beeindrucken.
Vielleicht sollte ich vor allem eins, besser sein als ihr alle.

Nur wer auf dem Siegerpodest steht, wird geliebt.

Das wurde mir gesagt, immer und immer wieder. Ob Eltern, Lehrer, Freunde, Beziehungen und Menschen die mich nicht mal kannten, alle wollten mich ein Stück optimieren.
Ich lernte seriös zu wirken, intellektuell und charmant.
Perfekt getrimmt für eine Gesellschaft voller anstrebender Superstars.

Ich lernte wie ich für die Außenwelt glänzen kann, während mein Inneres unberührt verstaubte.
Keine Frage ich habe mich auf dieses Spiel eingelassen, doch es fühlte sich immer an wie Erpressung.

Ich wollte immer nur das Eine, doch in der Hoffnung es zu bekommen wurde ich Mitspieler.

Paradoxerweise sorgt dieses Spiel niemals dafür, dass wir den Gewinn erhalten.
Nicht auf diese Weise.

Der Gewinn ist bedingungslose Liebe, das Gefühl der Anerkennung, des Verstanden werden, des Vertrauens, sowie der Zuversicht.

Das Gefühl das wir gut sind, so wie wir sind.
Wir waren es schon immer. Wir bleiben es immer.

Wir wurden belogen und das Versprechen der Liebe war ein guter Köder.

Ich habe in den letzten Jahren verstanden, dass der Preis nicht im außen wartet.
Doch das alleine genügte nicht, somit begann ich mein Inneres zu entstauben, beschäftigte mich mit mir Selbst.

Ich tauchte immer tiefer, wodurch ich viele unbekannte Teile entdeckte. Ich lernte mich Selbst kennen und entwickelte Empathie für Andere.
Es war nicht leicht, denn auch alte Themen wurde ausgegraben.
Jede Träne musste geweint werden, jeder Konflikt mit mir selbst verlangte nach Versöhnung.

Plötzlich sah auch meine Umwelt die Veränderung. Mein Lachen wurde echter, meine Ausstrahlung wärmer und mein Mitgefühl größer.

Ich begann mich wieder zu verstehen.

Die größte Lüge unserer Kultur ist, dass wir erst etwas werden müssen um gut zu sein.

Mit deiner Geburt warst du perfekt, so wie du warst.
Unsere Eltern wissen es noch ganz genau, auch wenn es sie es später vielleicht vergassen.

Als Kind hast du gelacht oder geweint, bist hingefallen und wieder aufgestanden, aber du hättest doch niemals eine Rolle angenommen.

Das hätten wir alle nicht, doch dann vergingen die Jahre…..
Wir wurden kritisiert, kritisierten und wurden letztendlich immer kritischer mit uns Selbst.

Doch was würde nur mit unserer Angst vor Zurückweisung passieren, wenn die Liebe zu uns selbst so groß wäre, dass jegliche Attacken an uns abprallen würden.
Wie bei einem Superheld, der sein Schutzschild aktiviert und vollkommen Unversehrt bleibt.

Vielleicht wissen wir es nicht alle, dennoch steckt in jedem von uns das Elixier für Superkräfte.

Es nennt sich Selbstliebe und du kannst es noch heute damit starten.
Den Weg musst du selbst kennen, entscheidend ist jedoch, dass die Tür dahin nur nach innen auf geht.

Wir, das Team von Mindaesthetics unterstützen Menschen auf dem Weg zu sich Selbst und zu ihrer besten Version.
Schau auf unsere Seite und lass dich inspirieren.
Gewinne dein Lächeln zurück.

Schreiben hilft.

Wer kennt sie nicht, diese Ecken in die alles verschwinden, dass schnell mal weggeräumt werden muss. Und der Stapel wächst und wächst und gerät in Vergessenheit. Da wir bald umziehen habe ich angefangen solche Ecken aufzustöbern und auszumisten. Dabei ist mir eine Arbeit aus meinem Studium in die Hände gefallen. Neben all den Theorien und Methoden die wir lernten hatten wir auch ein paar kreative Module die für die meisten von uns eine willkommene Abwechslung waren. Ich weiß weder wie das Modul hieß, noch in welchem Semester es war. Auch die ursprücngliche Aufgabe mag mir nicht mehr einfallen. Es war auf jeden Fall ein Seminar bei unserem Dipl.-Designer Hans Endelmann (wer mehr über ihn als Künstler erfahren möchte klickt hier).

Schreiben hat mir schon im Jugendalter geholfen mich zu sortieren und meine Welt zu begreifen. Aufgrund vieler Umstände und Einlfussfaktoren viel es mir während meines Studiums eher schwer. Zum Glück konnte ich das in diesem Seminar doch öfter wieder aufgreifen. Heute schreibe ich wieder sehr viel, habe allerdings auch Phasen in denen ich es nicht zustanden bringe. Da das Schreiben für mich immer ein Teil eines Verarbeitungsprozesses ist, ist das auch normal und sogar gut. Ich kann nicht permanent Geschehenes verarbeiten, ich brauche gelegentlich auch mal eine Pause. Solange es irgenwann weiter geht ist das auch gerechtfertigt und nötig, um überhaupt weiter machen zu können.

Wenn ich schreibe, dann selten über Schönes. Aber das muss ich auch nicht “verarbeiten” in dem Sinne. Bei Herr Endelmann saßen wir alle um einen rießigen Tisch, sodass die gesamte Gruppe zueinander saß. Am Ende jeder Einheit wurden dann die Arbeiten reihum vorgestellt. Auch ich hab dann meine schweren und von Traurigkeit und Schmerz geprägten Texte und Bilder vorgelesen und hergezeigt. Nicht selten wurde ich danach von befreundeten Kommilitonen gefragt ob sie sich Sorgen machen müssten. Sehr lieb! Aber es gibt keinen Alass zur Sorgen nur weil ich meine Gedanken und Gefühle in Worte, Szenen und Figuren packe. Wenn mich etwas beschäftigt, dann ist das natürlich etwas negatives. Und wenn ich es auf irgendeine kreative Art und Weise zum Ausdruck bringe, dann möchte ich auch dass es bei mir einen Effekt hat. Ich möchte es los werden. Indem ich es in Worte fasse oder bildlich darstelle, kann ich mir dessen bewusst werden und es loswerden. Man kann sich das so vorstellen als würde ich es von innen nach außen verlagern. Würde ich das jetzt aber in schönere oder leichter Worte verpacken, dann hätte das nicht den Effekt den ich möchte. Denn es gibt nunmal Dinge die nicht leicht und auch nicht schön sind. Sondern schwer und schockierend, schmerzhaft und tragisch (für mich).
Also falls ihr euch den Text (unter diesem Beitrag zu finden) durchlest macht euch keine Gedanken. Mir geht es gut. Kunst überspitzt manchmal um sicher zu gehen, dass die Message übertragen wird.

Jedenfalls hab ich diesen Text von damals wieder gefunden. Großzügig auf DIN A4-Blätter gekritzelt. Ich wollte aber nicht dass er verloren geht. Also hab ich ihn in mein Journaling-Notizbuch geschrieben. Wen es interessiert ich verwende ein Notizbuch von Leuchtturm1917, A5 und dotted. Ich wollte meinen Texten einen Ort geben, dass sie nicht verloren gehen. Ich schreibe dort auch fiktive Kurzgeschichten oder besser Auszüge aus einer, wenn mir danach ist. Ich bin eine Tagträumerin und mag es mich in imaginativen Szenen zu verlieren. Das mag für manche abgedreht klingen, andere empfinden genauso wie ich. So oder so kann sowas sehr helfen. Mein Partner, Mr. R (thehehe), malt sich gerne die schönste Version seiner Zukunft aus, wenn er schlecht einschlafen kann. Ich glaube es gibt kaum eine bessere Art gut gelaunt einzuschlafen. Ich dagegen grüble viel wenn ich wach liege.. schlafe dann natürlich auch wesentlich schlechter. Also so viel zum bewussten Träumen.

Ich hab eine alte Arbeit aus dem Studium gefunden. Ziemlich schwerer Inhalt unbeschwert festgehalten. Manchmal ist es besser Unschönes schön zu verpacken um sich damit beschäftigen zu können. Und manchmal ist es besser auch das Schwere im Leben nicht all zu schwer zu nehmen um weiter machen zu können. Denn manchmal müssen Dinge überwunden werden um zu wachsen. Aber alles zu seiner Zeit. Und bis dahin sollte das Leben nicht all zu schwer sein. Sondern schön. Mit kleinen Makeln. Aber so, dass wir trotzdem noch schmunzeln können.

Liest man den Text könnte man denken es ist ein wenig unpassen ihn mit Blümchen, fröhlich und liebevoll zu dekorieren. Finde ich aber garnicht. Der Text mag schwer sein, aber ich habe ihn eher unbeschwert festgehalten. Es geht nicht darum worum er sich dreht, wenn ich ihn aufbewahre. Ich möchte ja schließlich die Belastung loswerden. Das ist Sinn und Zweck solcher Texte. Also wieso sollte ich die Emotionen weiterhin festhalten. Ich möchte es hinter mir lassen und unbeschwert weiter gehen. Wir alle müssen viel überwinden im Leben. Der eine mehr der andere weniger aber jeder von uns hat es hin und wieder nicht leicht. Für Menschen, die gerne grübeln und sich in negativen Gefühlen und Gedanken verlieren ist es wichtig, all das zu verarbeiten, jeder auf seine Weise. Wichtig ist, dass wir nicht permanent unsere komplette Vergangenheit mitschleifen. Wie sollten wir da noch unbeschwert und fröhlich sein!? Wir müssen loslassen. Und so gut es geht friedvoll mit unserer Vergangenheit umgehen, danbar sein für das Schöne, dass wir all zu öft übersehen. Wir sollten uns das Leben nicht unnötig schwer machen. Sondern schön. Das Leben hat Makel. Aber wir sollten dafür sorgen, dass wir trotdem noch schmunzeln können.

fanoona ♥

 

P.S.: Wer möchte findet hier unterhalb den oben genannten Text.


Noch war es dunkel.
Die Finger waren steif vor Kälte und Verzweiflung.
Noch waren die Straßen leer.
Die Morgendämmerung, die die Spuren der Nacht nicht verwischen konnte.
Die bittere Kälte unterstrich den stechenden Schmerz, den sie in sich trug.
Gedanken an vergangene Nacht trieben ihr Tränen in die Augen.
Trauer, Schmerz, Wut.
Ganz still war es.
Lautlos fiel der Schnee und bedeckte die Straße, so als wäre nichts geschehen.
Als wolle er das, was geschehen war, verleugnen.
Aber es war geschehen.
Und nun ging sie diese leere Straße entlang, gebeutelt vom emotionalen Sturm.
Erschöpft von all der Anspannung ihrem Sein gegenüber.
Luft füllte ihre Luge und mit jedem Atemzug verstärkte sich das Gefühl verloren zu haben.
Einsamkeit machte sich breit in dieser Landschaft der Wertlosigkeit.
Sie vermochte diesen Schmerz nicht mehr zu tragen.
Verzweiflung trieb die Trauer hin zur Wut.
Unterbrochen von Erinnerungen, schnell wechselnde Bilder erscheinen vor ihrem inneren Auge.
Die Gefühle überkommen sie, als würde sie alles erneut durchleben.
Sie erschrickt.
Ein vermummter älterer Herr kam ihr entgegen.
Ihre letzten Schritte hatte sie nicht mehr wahrgenommen.
Sie war wohl einige Häuserecken weiter als zuvor.
Dieses plötzliche Erscheinen eines anderen Menschen ließ sie innerlich erstarren.
Antriebslos setzte sie einen Fuß vor den Nächsten und hinterließ ihre Spuren im Schnee,
die sogleich von neuem Schnee bedeckt wurden.
So, als sei ihr Weg nichts wert.
Die Gefühle, die sie gerade eben noch übermannten, waren verstummt.
Zurück blieb nichts als Leere. Scheinbar.
Ihre Gefühle und Gedanken waren dumpf.
Da wo vorher Chaos herrschte, war jetzt unaufgeräumte Stille.
Die Emotionen waren nicht verschwunden, lediglich der Zugang zu ihnen versperrt.
Und während sie gedankenlos dahin schritt,
verkrampften sich diese unnahbaren Gefühle zu einer festen Fassade, die sich um ihr Herz legte.
So versiegte der Menschlichkeit.
Das Herz das einst vor Liebe sprudelte war zu grauem Fels erstarrt.
Wo vorher der Schmerz brennend pochte, war nur noch Kälte.
Lediglich die Mitte des kalten Herzens war ein winziger Lichtpunkt
Das kleine Mädchen in ihr.
Zerbrochen.
Das hofft vom Leid oder gar von Allem erlöst zu werden.

Aufgeben? Pff..ich bin mir mehr wert..

Another day, same shit! Das war heute morgen meine Insta-Story. Im Hintergrund ist mein Skript mit Ausarbeitungen von Evaluationsforschung und ein Fachbuch dazu. Seit zwei Wochen habe ich nichts anderes gemacht als für diese Prüfung zu lernen. Am Wochenende war ich dann Zuhause und hab gemerkt dass gerade nichts mehr geht. Ich war erschöpft, müde, lustlos und mir hat alles weh getan. Ich hab also dringen deine Pause gebraucht. Die wollte ich mir natürlich auch gönnen. Einen Tag. Daraus ist dann das ganze Wochenende geworden. Aber nicht weil ich mich davor drücken wollte, sondern schlichtweg weil nichts mehr ging. Wenn Buchstaben und Zahlen nur noch verschwimmen, war die Pause nicht lang genug. Also habe ich mir das ganze Wochenende ohne Lernen gegönnt. Allerdings sitzt mir der Termin für die Prüfung im Nacken und ich muss sie unbedingt bestehen. Es wird also eng.

Dass ich die Pause nötig hatte war die eine Sache. Aber dass die “lange” Pause den Verlust der Motivation mit sich brachte war eine andere. Die Zeit rennt, ich bin erschöpft und die Motivation fehlt. Aber jedesmal wenn ein Tief droht einzuschlagen, mache ich mir klar: Nur noch ein paar Tage durchhalten, dann hab ich es geschafft.

Noch vor zwei Wochen war ich kurz davor aufzugeben. Aber nicht weil ich nicht mehr konnte, sondern weil ich nicht kämpfen wollte. Es wäre viel einfacher gewesen aufzugeben. Einfach hinzuschmeißen und der Herausforderung aus dem Weg zu gehen. Klar, hätte ich machen können. Während meine Studiums war ich oft an dem Punkt. Ich wollte nicht mehr kämpfen. Und ich muss zugeben: Oft war mein einziger Grund weiter zu machen weil ich somit gewissen Menschen den M*ttelfinger zeigen konnte. Und jedes Mal bin ich wieder augestanden und hab weiter gemacht. Oft mehr schlecht als recht, aber ich hab nicht aufgegeben. Vor zwei Wochen stand ich also da, wieder mal an dem Punkt nicht mehr kämpfen zu wollen, sondern den einfachen Weg zu gehen. Und ich blickte in Gedanken zurück, an all die Male bei denen ich diesen Punkt überwunden hatte. Ich war kurz vorm Ziel. Würde ich jetzt aufgeben wäre alles umsonst gewesen. Na gut, nicht alles! Aber zu viel! Und was war mit dem M*ttelfinger? Also beschloss ich nicht den einfachen Weg zu gehen, denn ich bin mir mehr wert! Ich beschloss das jetzt voll durchzuziehen, so hart es sein mag. Ja ich bin erschöpft, und ich möchte nicht mehr. Aber ich mache trotzdem weiter. Ich raffe alles was noch bleibt auf und kämpfe bis zum Schluss! Aufgeben war die letzten dreieinhalb Jahre keine Option und das wird sie jetzt auch nicht werden! Und so wurde aus dem “Euch zeig ich’s!” ein “Ich mache das für mich!”

Und was gibt es besseres als das?

 

fanoona ♥

Deine Entscheidung wer du bist..


(Sorry für die schlechte Bildqualität. Meine Kamera liegt in der Heimat. Deswegen gerade nur furchtbar schlechte Instagramfotos von mir.)

Gestern Abend hab ich das Foto gemacht, kurz bevor ich im Schnee spazieren gegangen bin. Ich hatte den ganzen Tag gelernt und hab dringend ein bisschen frische Luft und Bewegung gebraucht. Als ich es mir gerade nochmal angeschaut hab ist mir erst aufgefallen dass ich dreimal auf dem Foto bin. Einaml als Baby, einmal ich vor ca. vier Jahren und einmal jetzt und heute. Und ich dachte mir wie verrückt es ist, was alles war und wie sich meine Welt und auch ich mich verändert hatte. Und überhaupt, was kommt denn morgen? Was ist wenn ich mit dem Studium fertig bin? Ich hab drüber nachgedacht wie ich damals war, vor vier Jahren. Zwischen damals und heute ist eine Menge passiert. Vor allem in mir. Wir sind alle geprägt von unserer Vergangenheit und wie wir damit umgegangen sind bzw. tagtäglich damit umgehen. Ich hatte irgendwann beschlossen dass es mir reicht davon kontrolliert zu werden und hab angefangen alles war war aufzuarbeiten. Das war sehr schmerzhaft und hat mich viel Kraft gekostet. Am Ende vielleicht sogar mein Studium, das wird sich zeigen. Aber dafür kann ich heute entscheiden, wer ich morgen bin. Das klingt wie eine dieser Motivations-Wohlfühl-“Du bist dein eigener Herr”-Floskeln. Allerdings steckt eine enorme Wahrheit dahinter, die für mich sehr befreiend wirkt. Die Vorstellung, dass es meine Entscheidung ist wer ich bin, erleichtert mich. Denn dadurch wird alles was war plötzlich so ungewichtig. Ich bin nicht das “Opfer” meiner Vergangenheit, wie auch immer sie aussah. Ich bin wer ich sein möchte, wenn ich mich dafür entscheide. Ich finde das sehr beruhigend und heilsam. Mal sehen wer ich morgen bin, aber ich weiß wer ich heute sein möchte.

“Wir haben alle ein bisschen “Ich will die Welt retten.” in uns..

Vor einiger Zeit bin ich auf Instagram auf ein Foto von der lieben Franzi gestoßen mit folgender Beschreibung:

Wir haben alle ein bisschen „ich will die Welt retten“ in uns. Aber es ist ok, wenn Du erstmal nur einen Menschen rettest. Und es ist ok, wenn dieser Mensch du selbst bist.

Da die Thematik super zu meinen letzten Beiträgen passt, habe ich sie gefragt ob sie dazu nicht einen Beitrag als Gastautorin für euch schreiben möchte. Ich hab mich sehr gefreut, als sie zugesagt hatte. Hier ist der Beitrag für euch. Viel Spaß beim lesen!

 

   Wir sind immer für alle da, doch wer ist eigentlich für uns da, wenn wir mal nicht weiter wissen und unsere Welt in tausend Teile zerbricht? Müssen wir unsere Probleme und unsere Hürden im Leben selber meistern oder haben wir diesen einen Menschen an unserer Seite der bemerkt wenn es uns den Boden unter den Füßen wegzieht?

Wenn Du immer da bist wenn Dich jemand braucht stellst Du meistens Deine eigenen Probleme und Gedanken hinten an. Doch irgendwann kommt der Punkt an dem Du bemerkst, dass Du Dich in letzter Zeit viel zu wenig um Dein eigenes Leben gekümmert hast, dass Du Dein eigenes Leben mal wieder neu ordnen und sortieren musst. Doch ist es okay einfach mal auszusteigen um seine eigene Welt wieder in die richtige Reihenfolge zubringen? Oder ist es falsch unerreichbar zu sein, weil Du einfach keinen Kopf dafür hast was andere bedrückt? Ist es uns erlaubt einfach mal nicht erreichbar zu sein? Einfach mal das Handy auszuschalten und „not available“ zu sein? Wir sollten uns die Frage stellen wer uns denn eigentlich dabei behilflich ist unsere eigene Welt zu retten, wer uns viel zu oft dabei stört und wer gar nicht bemerkt dass man vielleicht auch einmal einen guten Zuhörer, Weltenretter oder ähnliches benötigt.

Machen wir uns vielleicht selber ein wenig kaputt wenn wir uns zu selten um unsere eigene Problembewältigung kümmern? Leben wir besser wenn wir uns nicht so viele Gedanken über die Vergangenheit oder die Zukunft machen? Sind wir glücklicher wenn wir einfach alles auf uns zukommen lassen?

Im Laufe der letzten Woche habe ich vieles gelernt. Du kannst immer für jemanden da sein und trotzdem bist Du ganz allein. Weil die Menschen nicht bemerken wenn Du Dich zurückziehst, wenn Du Deine Probleme, Deinen Liebeskummer einfach selber bewältigst. Weil Du niemanden zur Last fallen willst oder weil Du bemerkst dass der andere Dir nicht helfen kann und vielleicht auch gar nicht will.

Im Grunde sollte uns klar werden, wer unsere Hilfe, unsere Zeit und unsere Anwesenheit verdient. Wir sollten den Gedanken aus unserem Kopf löschen, dass wir immer allen helfen müssen. Müssen wir nicht! Die einzige Person der Du helfen musst bist Du selber. Denn oftmals ist ein Rückzug notwendig um Herz und Seele zu retten!

 

(Foto: Franziska Ahrens)

Das ist kein typischer Blog..

Wie ihr wohl schon festgestellt habt, ist mein Blog kein typischer Blog. Ich poste nicht regelmäßig, ich habe keine bestimmten Aktionen oder Beitragsthemen, die regelmäßig hier auftauchen. Ich habe hier zuletzt vor über einem Jahr etwas geschrieben. Und wie ich festgestellt habe, ist die Thematik sogar im Grunde die Gleiche.
Wäre ich darauf aus, einen sehr “erfolgreichen” Blog zu haben, währe das das Schlimmste, das man wohl machen kann. Immer mal etwas schreiben, dann mal lange nicht, dann mal wieder..

Aber oft ist das Leben nicht optimal was den Erfolg betrifft. Oft kommt es eben anders als es vielleicht “optimal” wäre. Da bleibt die Regelmäßigkeit dann auch mal auf der Strecke, weil man gerade eher stolpert als fröhlich durchs leben zu schlendern. Manchmal fällt man auch hin und man braucht eben länger, um wieder zu einer Routine zu finden. Und genau das spiegelt mein Blog auch wieder. Und ich glaube die meisten von euch können das sogar nachvollziehen.

In meinem letzten Beitrag ging es darum, dass ich entgegen der Erwartungen eben nicht von der Ausstellung ESTEEM zum Thema Selbstwert, die ich zusammen mit vielen wundervollen Menschen ausgestattet hatte (Im Rahmen der Hoftexplosion 2015), zu berichten. Eigentlich hatte ich vor, erst allgemein von der Ausstellung zu berichten und dann die einzelnen Werke vorzustellen, jedes mit seiner ganz eigenen und wundervollen Botschaft. Sowas zu planen ist total super und wenn ich das tatäschlich gemacht hätte wäre das auch eine ganz wundervolle Sache geworden. Allerdings kann man seinen Plänen machnmal eben einfach nicht nachgehen. Manchmal stellt man dann fest, dass man sich zuerst um etwas anderes im Leben kümmern muss. Und dann ist es ganz wichtig die Prioritäten klug zu setzen. In meinem Fall bleibt dann meistens der Blog auf der Strecke. Aber das macht überhaupt nichts und ich nehme mir das auch heraus. Ich bin (noch) nicht der Mensch, der das auch noch auf die Reihe bekommt, wenn gerade in meinem Innersten alles aus dem Ruder läuft. Ich bewundere Menschen, die das alles hinbekommen, aber ich bin da nicht so. Und das ist ok! Vielleicht werde ich auch eines Tages so, vielleicht wird das aber auch nie etwas. Aber egal wie es kommt, es wird ok sein.

Wie ist das bei euch? Kennt ihr das auch, dass man vieles einfach nicht mehr auf die Reihe bekommt wenn man innerlich routiert? Und wie geht ihr dann damit um? Gnehmigt ihr euch den Stillstand auch mal mit ruhigem Gewissen oder verurteilt ihr euch dann auch noch dafür? Lasst mir doch mal einen Kommentar da, wie das bei euch so ist.

fanoona ♥

Warum ich bisher nicht über Esteem berichtet habe und was das mit Wertschätzung zu tun hat

Im September fand “Esteem – Festival der Wertschätzung” statt. 13 Künstler zum Thema Selbstwert.
Eigentlich hätte ich als “richtige” Bloggerin die gesamte Ausstellung von Beginn der Organisation bis zum Fazit und eventuelle Zukunftsaussichten bewerben, dokumentieren und kommentieren müssen.
Aber zum Glück bin ich keine richtige Bloggerin (in dem Sinne).
Nicht dass ich das nicht gut heiße, ich bewundere all den Elan und die Freude die all die unzähligen passionierten Blogger an den Tag legen. Aber so bin ich nicht und würde ich krampfhaft versuchen diesem Standard gerecht zu werden, würde ich das Thema meines Blogs ziemlich verfehlen. Es würde mich enorm unter Druck setzen, was es für mich von vornherein schon fast unmöglich machen würde zu schreiben, und mich somit stressen anstatt mich gut fühlen zu lassen. Ich bin eben nicht so. Ich kann mich nicht hinsetzen und meine Gedanken heraussprudeln lassen und dabei auch noch schön oder weise oder zumindest geordnet scheinen zu lassen.
Manchmal mache ich das, lasse meinen Gedanken freien Lauf, um einfach mal alles raus zu lassen. Aufräumen wenn zu viel Chaos herrscht. Aber nicht jedes Mal kommt dabei ein Text raus der in sich schlüssig ist. Das ist ok. So bin ich. Viel Chaos in mir.
Wenn ich einen Eintrag schreibe, dann muss schon so einiges passen: Stimmung, Umgebung, Umstände, Gedanken, Emotionen, usw.
Manchmal denke ich schon dass ich den Lesern zuliebe ein bisschen mehr bringen sollte. Ist ja schließlich nicht so dass ich nichts zu schreiben hätte und sicherlich hätte der Blog mehr Besucher kämen die Einträge regelmäßig.

Auf der anderen Seite geht es hier um Wertschätzung sich selbst gegenüber. Ich bin schon seit einiger Zeit dabei das zu lernen. Es ist vor allem am Anfang sehr anstrengend die gewohnten Gedankengänge und damit verbundenen Ängste abzulegen und zu ändern. Schon allein sie zu stoppen raubt anfangs sehr viel Kraft. Mittlerweile schaffe ich es zumindest verhältnismäßig gut mir mehr zu erlauben, öfter einmal “Nein” zu sagen, mir auch mal was zu gönnen, nicht jedem alles recht machen zu müssen und auch zu wollen. Und genau das veranlasst mich, mich nicht den Erwartungen, die ich mir meine stellen zu müssen, zu beugen und keinen mega Artikel mit tollen Fotos und Begeisterungs-Trara über die Ausstellung zu schreiben. Nein, ich werde euch davon berichten. Jedoch stückchenweise, in kurzen Beiträgen ,vielleicht auch längeren wenn mich die Muse küsst. Denn eigentlich gibt es sehr viel zu erzählen. Aber ihr erfahrt noch wie mich die Ausstellung lehrte einfach mal ruhig zu bleiben, was passieren kann wenn man ein Risiko eingeht und gewohnte Verhaltensweisen ändert und wie die Besucher der Ausstellung beobachteten wie der Fuchs mit den zwei Schwestern aus dem Wald kam.

12 von 12

12 von 12 ist ein Fotoprojekt, das ursprünglich von Chad Darnell ins Leben gerufen wurde und nun von Caro auf ihrem Blog Draußen nur ein Kännchen! weitergeführt wird. An jedem zwölften eines Monats werden zwölf Fotos gemacht und online gestellt.

Wie der Beitrag Fokus auf die Vision ging auch der 12 von 12 im August verloren. Trotzdem zeige ich euch nochmal die Fotos. Die Texte dazu werden wohl auf ewig ein Mysterium bleiben. Also schicke ich einen Gruß an eure Fantasie: Denkt euch selbst was dazu aus.  Das Einzige was ich zu den Fotos noch sage: Es sind 10 von 12 weil weniger Stress dann am Ende doch mehr ist! Es war ein Toller Tag, dieser 12. von damals. Freunde, Sonne, Genuß und Erholung! Ein perfekter Sommertag.





Fokus auf die Vision

Leider sind beim Umzug der Webseite die letzen Einträge verloren gegangen, unter anderem der Beitrag “Fokus auf die Vision”. Darin schrieb ich, dass wir uns nicht von unserem Traum, unserer Vision, undseren Wünschen und Berufungen abbringen lassen sollen. Weder durch Selbstzweifel, noch durch andere Meinungen, Umstände oder Bedenken anderer. Wir dürfen den Fokus auf unser Ziel nicht verlieren indem wir uns zu sehr von allem was dagegen spricht ablenken lassen.


Hier gibt es vorers nur die Fotos nochmal online. Vielleicht schaffe ich es den Beitrag neu zu verfassen. Bestimmt irgendwann. Jedoch schreibe ich über das, was mich derzeit beschäftigt. Und wenn es mich gerade nicht beschäftigt, fällt es mir schwer darüber zu schreiben. Also lassen wir uns alle überraschen, wann ich mir erneut klar machen muss, dass es auf den Fokus ankommt. Wenn wir unser Ziel aus den Augen lassen, werden wir es kaum erreichen.