Tschüss Vergangenheit. Hallo Leben.

In meinem Leben gerate ich immer wieder an den Punkt, an dem es Zeit ist sich von der Vergangenheit zu verabschieden, um weiterhin das Leben tatsächlich zu leben.
Wieder einmal ist solch ein Punkt gekommen, an dem ich eine Entscheidung treffen muss.
Es sind bestimmte Anregungen, Gedanken oder Gespräche die ich führe, die mich darauf vorbereiten.. und natürlich dass das Maß voll ist, sich mit der Vergangenheit so dermaßen zu beschäftigen, dass es mein momentanes Leben nur noch behindert.
Es ist Zeit sich von der Vergangenheit zu verabschieden und ein neues Leben feierlich zu begrüßen, denn es möchte gefälligst gelebt werden und nicht nur geträumt.
Genau wie ich, leben viele von euch ständig in ihrer Vergangenheit. Es war schwer, es war schlimm, es tat weh, es ist auch jetzt noch eine Belastung, es holt mich immer wieder ein, es raubt mir die Freude und die Freiheit.. so oder so ähnlich würden es sicher viele beschreiben. Du denkst und sagst immer wieder:
“Ich kann nichts dagegen tun, es überkommt mich einfach.” ..dass diese Gedanken kommen und dich gefühlsmäßig in dieses dunkle, tiefe Loch ziehen, dass du an dir zweifelst und nicht mehr vor und zurück weist, dass du dich schwach fühlst und keine Kraft mehr zum kämpfen hast.

Doch jetzt sage ich dir was, was du sicher nicht hören willst.. was keiner von uns hören möchte:
Du musst dich einfach entscheiden.

Du willst leben? Du willst glücklich sein? ..sorglos, befreit, leicht und frei? Willst du frei sein? Willst du wirklich leben? Dann entscheide dich dafür!
“Aber das ist nicht so einfach. Das geht nicht einfach so. Nur weil ich mich dafür entscheide ist nicht plötzlich alles gut!” ..das war immer und immer wieder meine Antwort auf diese Lösung die für mich völlig abstrus klang.. und dachte mir immer nur: “Ach, du hast doch keine Ahnung wie das ist. DU kennst das nicht.”
Leider hatte er doch damit recht. “Leider” deshalb.. weil es natürlich nicht schön ist sich.. und es vor ihm.. einzugestehen, dass er eben doch recht hat.. die ganze Zeit hatte.
Aber du denkt jetzt immer noch: “Nein, es ist keineswegs so einfach.. die wissen doch alle nicht wovon sie reden.. ” ..lies weiter

Eine ganz entscheidende Frage dabei ist: Warum ist es so schwer Leid loszuwerden?

Nicht weil es an sich schwer ist diese Entscheidung zu treffen. Es ist schwer die Konsequenzen dieser Entscheidung zu tragen.
Ging es dir Jahrelang schlecht, warst immer wieder in diesem tiefen tiefen Loch? Hast gelitten, keiner hat dich recht verstanden, alles war so schwer?
Ja, es war verdammt schwer, und du hast gelitten und du hast dich einsam gefühlt und du hattest keine Kraft mehr zu kämpfen. Ich glaube dir das, ich kann mit dir fühlen und du hast vollkommen recht damit. Und am liebsten würde ich dich gerne in dem Arm nehmen und all die Last von dir weisen.

Allerdings ist es ein Unterschied, ob das Leben einem wehtut und auf die Knie zwingt, oder ob man seine Vergangenheit immer wieder als Grund vorschiebt um weiter zu leiden.

Ich habe mich viele Male über meine Vergangenheit definiert. Ich war die der dies und jenes widerfahren ist, die dies und das durchmachen musste und jetzt deshalb diese Gefühle, diese Gedanken und diese Verhaltensweisen hat, und hiermit und damit zu kämpfen hat.

Das ist ok, das kann man machen. Allerdings ist es ziemlich traurig. Wenn ich überlege ich würde nur über mein Leid definiert werden, dann wäre das eine extrem traurige Existenz. Anhand dessen wie ich mich jahrelang selbst gesehen und gefühlt habe wäre ich Abschaum. Hässlich, kann nichts – wirklich nichts, bin keineswegs liebenswert, unbrauchbar, denn nichts wert..absolut NICHTS wert. Immerhin kann man den Dreck daran abstreifen, stört nur, eine unnötige Belastung für alle Beteiligten, eine ungewollte Fehlproduktion..leider da.

 

So fühlte und sah ich mich tatsächlich und ich konnte das auch super durch meine Vergangenheit begründen. Aber dennoch hatte ich immer ein klitzekleines Fünkchen Hoffnung dass ich mich doch irrte, denn ich wollte nicht so sein. Und obwohl ich immer wieder dieses Fünkchen aufgriff und versuchte zu einem mächtigen Feuer zu entfachen, welches mich von all dem Leid und dem Schmerz befreit, schaffte ich es immer wieder es im Keim zu ersticken. Dass ich es immer wieder versuchte zeigte, dass es keine Spinnerei von mir war, dass es auch anders sein könnte, kein abgedrehter Gedanke von einem wertlosen Häufchen Dreck, der krampfhaft versucht seiner Existenz einen Wert zu geben, welcher nicht gerechtfertigt wäre. Nein, hätte ich nicht tief in mir die Gewissheit, dass ich mehr wert bin als das, hätte ich spätestens nach den ersten Malen aufgegeben.
Doch es dreht sich immer noch um die Frage, wieso es so verdammt schwer ist diese Denkweisen loszulassen.
Das Problem ist, je länger man so denkt, desto schwerer wird es etwas zu ändern. Und obwohl es sicher eine Rolle spielt, dass gefestigte Denkweisen eher wie Autobahnen im Gehirn zu betrachten sind, und deshalb immer wieder genutzt werden im Gegensatz zu dem Trampelpfad des neu gegangenen Weges, ist das grundsätzliche Problem wie vorhin schon genannt: die Konsequenzen.
In meinem Fall ist die Konsequenz der Entscheidung für ein glückliches Leben, und nicht mehr in meiner Vergangenheit zu leben, mir eingestehen zu müssen, dass ich all die Jahre falsch lag.
Um zu leben, muss ich mir eingestehen, dass die letzten Jahre (was das betrifft) gelogen waren. Nicht weil es kein Leid gab, sondern weil ich mich dahinter versteckt hab, es benutzt hab um meine leidende Existenz zu begründen, meine niederschmetternden Gedanken über mich selbst und den Schmerz den dieses Verhalten mit sich brachte zu begründen. Ich muss mir eingestehen: Es war umsonst. Ich hab umsonst gelitten, zumindest war das Ausmaß unnötig. Ich hätte es einfacher haben können. Ich sag’s ganz ehrlich. Ich wusste es nicht. Ich war mir dessen nicht bewusst. Ich habe gekämpft, bin gefallen, bin weitergekrochen, und tiefer gefallen, habe in all diesen tiefen, dunklen Löchern gesessen und verweilt. Geweint und geschrien. Habe gehofft von all dem Schmerz erlöst zu werden, eines Tages wieder Licht zu sehen und frei zu sein.
Doch anstatt all das zu überwinden habe ich versucht es zu akzeptieren und so zu nehmen wie es ist, damit klar zu kommen, Wege zu finden Licht im Dunkeln zu erkennen und Taktiken erprobt mit der Dunkelheit – die nunmal da ist – bestmöglich klar zu kommen. Aber nur weil ich mich in einem Loch hinstelle statt zu sitzen, erklimme ich noch lange nicht die hohe Wand um endlich frei zu sein. Nein, dafür muss ich meinen Hintern schon richtig hochbekommen. Und wenn das heißt mir einzugestehen, dass ich mir viel Leid hätte ersparen können, dann muss ich das eben tun. Denn ich möchte leben, und nicht nur überleben. Auch wenn es tierisch unangenehm ist, sogar etwas peinlich mir gegenüber.

Als mir all das klar wurde, fragte ich mich: “Aber wer bin ich denn dann?” .. wer bin ich, wenn plötzlich das, worüber ich mich schließlich definiert hatte, nicht mehr relevant ist? Die Antwort darauf war: “Du kannst sein wer du möchtest. Das ist das tolle an einem weißen Blatt: alles ist möglich.”

 

Die Entscheidung zu treffen das Leid aufzugeben, sich von der eigenen Vergangenheit zu trennen, die Konsequenzen zu tragen (und ich verspreche dir, dieses ungute Gefühl dauert nicht zu lange an als dass es nicht auszuhalten wäre), bedeutet für dich: Du darfst jetzt endlich neu anfangen. Du darfst dich sehen wie du es selbst möchtest, du darfst sein wer und wie du möchtest. Würdest du gern stark, fröhlich, begabt, motiviert, bedeutend sein? Würdest du gern etwas Großes tun? Möchtest du etwas erschaffen oder lieber ganz einfach sein? Dann sage ich dir aus vollster Überzeugung: Du darfst es! Du bist es wert bedeutend zu sein, du bist es wert glücklich zu sein, du bist es wert sorglos zu sein, du bist es wert durchs Leben zu tanzen auch wenn es regnet und aus vollster Überzeugung zu sagen: “Ich bin wertvoll und liebenswert!” ohne dich danach schlecht zu fühlen!
Denn du bist mehr wert!

Doch all das soll nicht bedeuten dass die Zeit umsonst war. Denn alles was wir durchmachen und durchstehen prägt uns und festigt uns. Es schenkt uns Erfahrung, die wir vielleicht lieber nicht hätten, uns aber am Ende doch weiterhelfen in Zukunft dem Leben besser Stand zu halten. Es war nicht umsonst, aber jetzt ist es Zeit einen neuen Weg zu gehen und die Vergangenheit in nützliche Erfahrung umzuwandeln.

 

Farewell past. Hello new life.

In my life I always reach a certain point or time where I just have to say farewell to the past to keep living my life. And once again I’ve reached that time in my life, where I have to make a decision. I take certain incitements, thoughts or conversations that I have as an indication for a much needed change.. Enough is enough, I then just have to stop wasting my time thinking about the past and start looking forward again.
It is time to say farewell to the past and hello to the new life, because I don’t want to just dream it I want to live it. Many of you are constantly living in the past, so did I. It was hard, it was sad, it hurts, it is still a burden, it always catches up with me, it takes away my freedom and my pleasure .. that’s most likely the picture that many of you would see, isn’t it? Again and again you say to yourself: “I can’t do anything about it, it just overcomes me.” ..  You can’t avoid those feelings which emotionally hit you and put you on the ground, let you start doubt yourself and almost leave you paralyzed, so that you feel weaker and weaker and can’t find the power to keep fighting anymore.

But now I’ll tell you something which you probably don’t want to hear .. which probably none of us wants to hear:
You have to make a decision.

You want to live your life? You want to be happy? .. carefree, relieved, easy and free? You want to be free? Do you really want to live? So this is your call!
“But it isn’t that easy to handle. Just because I chose to live my life doesn’t mean that everything is good now!” .. again and again this was my answer to the solution that sounds so abstruse to me .. and I always just thought to myself: “You have no idea how this is. You don’t even know it.”
Unfortunately he was right about it. I say “unfortunately” because it isn’t easy to confess .. either to yourself or to him that he actually was right .. he was right all the time.

But you still think: “No it still isn’t that easy .. they don’t even know what they are talking about.. “
please continue reading..

A vital question is: Why is it that hard to get rid of your sorrow?

Not because it is hard to make that decision. It is hard to deal with the upcoming consequences.

Did you feel bad for years and couldn’t do anything about it? Did you suffer and felt like nobody could understand your problems, did you have hard times?
Yes it was damn hard, you suffered, you felt lonely and you had no strength to fight anymore. I believe you, I can feel you and I totally understand you. I would love nothing better than to give you a hug right now and reject all your burdens for the moment.

However there is a slight difference between life that hurts you and puts you on the ground or yourself using the past as an excuse to seeing no way out.

Often I defined myself because of my past. I was the one who experienced this and that, who had to go through this and that and now have to deal with the consequent feelings, thoughts and behaviors and having to fight with this and that.

That is okay, you can do it. Nevertheless it is pretty sad. Thinking about I would only be defined by my sorrows it would be an extremely sad life. Based on how I’ve seen and felt myself I’d be scum. Ugly, not able to do anything – literally anything, not adorable at all, useless and worth nothing – again literally nothing. At least you can get rid of the mud at it, it is just annoying anyways, an unnecessary load for everyone, an unwanted reject .. but there.

That’s what I really felt like and my past was the perfect excuse for it. But I always had that small spark of hope that I was wrong in the end, because I didn’t really want to be like that. But even though I often seized the moment and tried to fan the flame, which should have released me from all my pain and suffering, I was always able to choke it off.  The point of trying it again and again showed me that it was not just a crazy idea that it can be different, not just a silly thought of a worthless piece of shit that desperately tries to find a sense to live, which wouldn’t have been justified at all. If I wouldn’t have the moral certainty that I’m worth more than this, I would have surrendered pretty early.

But we still have the question left why it is so damn hard to avoid this way of thinking.

The problem is, the more you think like this, the harder it is to change something. Now thinking of habituation, those ways of thinking are like highways in your brain, you use them very often because you know them unlike the new path that you just discovered. Do you see the Problem? Here we go, the consequences.

In my case the consequence of the decision for a better life and not to live in the past is, that I have to confess that I was wrong all the time.

To live I have to confess that the past years (as to that) have been a lie. Not because there was no suffering, no, because I used it a coverage and excuse for my existence, my devastating thoughts about myself and the pain that the consequent behavior caused. I have to confess: It was in vain. I suffered for no purpose, well at least the intensity was unnecessary. It could have been easier for me. I was fighting, I was on the ground, kept crawling and fallen even deeper. Yes I have been there and I have done that. I was yelling and crying. I was hoping to be redeemed from all the pain and to one day see the light again and be free.

But instead of overcoming all of this I tried to accept it and to take it as it is and to manage it properly, to find ways to bring light into the dark, to find tactics to deal with the – unavoidable – darkness. But just because I stand up in my hole doesn’t mean that I will climb the high wall in front of me to finally be free. No to do that I really have to want it and to do it. Even if that means that I have to admit that I could have avoided much suffering I have to it. Because I want to live, not just survive. Even though it is pretty uncomfortable and in fact embarrassing for me.

When I finally realized all of that, I asked myself: “Who am I then?” .. who am I, if that what I thought I would be, what I defined myself with, is now irrelevant? The clear answer was: “You can be whatever you want to be. That is the great thing about plain paper: everything is possible.”

To come to the decision to abandon the suffering, to part with your past, to deal with the consequences (and I promise this unpleasant feeling will not last unbearably long), will mean: Now you are able to start from scratch. You can see yourself however you want it, you can be whatever you want to be. Do you want to be strong, happy, gifted, motivated, important? Would you like to do something big? Do you want to create something or rather be pretty easy structured? Then I speak from my fullest conviction: You can do it! You are worth it to be important, you are worth it to be happy, you are worth it to be carefree, you are worth it to dance in the rain to speak from your fullest conviction: “I am precious and adorable!” without feeling bad afterwards!
Because you are worth more!

But that doesn`t mean that all the time has been in vain. Because all we pass through shapes and consolidates us. We gain experience which we rather would not have made, but which helps us in the future to withstand. It wasn`t completely in vain. But now it is time to strike out in a new direction and transform the past in useful experiences.

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