Warum ich bisher nicht über Esteem berichtet habe und was das mit Wertschätzung zu tun hat

Im September fand „Esteem – Festival der Wertschätzung“ statt. 13 Künstler zum Thema Selbstwert.
Eigentlich hätte ich als „richtige“ Bloggerin die gesamte Ausstellung von Beginn der Organisation bis zum Fazit und eventuelle Zukunftsaussichten bewerben, dokumentieren und kommentieren müssen.
Aber zum Glück bin ich keine richtige Bloggerin (in dem Sinne).
Nicht dass ich das nicht gut heiße, ich bewundere all den Elan und die Freude die all die unzähligen passionierten Blogger an den Tag legen. Aber so bin ich nicht und würde ich krampfhaft versuchen diesem Standard gerecht zu werden, würde ich das Thema meines Blogs ziemlich verfehlen. Es würde mich enorm unter Druck setzen, was es für mich von vornherein schon fast unmöglich machen würde zu schreiben, und mich somit stressen anstatt mich gut fühlen zu lassen. Ich bin eben nicht so. Ich kann mich nicht hinsetzen und meine Gedanken heraussprudeln lassen und dabei auch noch schön oder weise oder zumindest geordnet scheinen zu lassen.
Manchmal mache ich das, lasse meinen Gedanken freien Lauf, um einfach mal alles raus zu lassen. Aufräumen wenn zu viel Chaos herrscht. Aber nicht jedes Mal kommt dabei ein Text raus der in sich schlüssig ist. Das ist ok. So bin ich. Viel Chaos in mir.
Wenn ich einen Eintrag schreibe, dann muss schon so einiges passen: Stimmung, Umgebung, Umstände, Gedanken, Emotionen, usw.
Manchmal denke ich schon dass ich den Lesern zuliebe ein bisschen mehr bringen sollte. Ist ja schließlich nicht so dass ich nichts zu schreiben hätte und sicherlich hätte der Blog mehr Besucher kämen die Einträge regelmäßig.

Auf der anderen Seite geht es hier um Wertschätzung sich selbst gegenüber. Ich bin schon seit einiger Zeit dabei das zu lernen. Es ist vor allem am Anfang sehr anstrengend die gewohnten Gedankengänge und damit verbundenen Ängste abzulegen und zu ändern. Schon allein sie zu stoppen raubt anfangs sehr viel Kraft. Mittlerweile schaffe ich es zumindest verhältnismäßig gut mir mehr zu erlauben, öfter einmal „Nein“ zu sagen, mir auch mal was zu gönnen, nicht jedem alles recht machen zu müssen und auch zu wollen. Und genau das veranlasst mich, mich nicht den Erwartungen, die ich mir meine stellen zu müssen, zu beugen und keinen mega Artikel mit tollen Fotos und Begeisterungs-Trara über die Ausstellung zu schreiben. Nein, ich werde euch davon berichten. Jedoch stückchenweise, in kurzen Beiträgen ,vielleicht auch längeren wenn mich die Muse küsst. Denn eigentlich gibt es sehr viel zu erzählen. Aber ihr erfahrt noch wie mich die Ausstellung lehrte einfach mal ruhig zu bleiben, was passieren kann wenn man ein Risiko eingeht und gewohnte Verhaltensweisen ändert und wie die Besucher der Ausstellung beobachteten wie der Fuchs mit den zwei Schwestern aus dem Wald kam.

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