Allgemein

Was wirklich zählt im Leben

„Was wirklich zählt im Leben“ ist nicht nur der Untertitel eines Buchs das mein Leben verändert hat sondern eine Frage die sich jeder hin und wieder stellen sollte. Das Buch das ich meine ist von John Strelecky und trägt den Titel „The big five for life – Was wirklich zählt im Leben“. Gelesen hab ich es in Italien in Finale Ligure am Strand. Im Grunde geht es darum wozu mein sein Leben nutzen möchte und die fünf Dinge, die man unbedingt erreicht bzw. erlebt haben möchte. Dabei spielt es keine Rolle ob es um eine steile Karriere geht oder eine Sprache zu lernen. Denn für jeden bedeutet „leben“ etwas anderes. Wichtig ist sich seine Wünsche und Ziele im Leben bewusst zu machen und das eigene Leben so zu gestalten, dass man seine Wünsche umsetzt und seine Ziele erreicht. Um am Ende auf sein Leben zurück zu blicken und es als erfolgreich betrachten zu können. ‚Erfolgreich‘ meint hier nicht was die Gesellschaft als erfolgreich ansieht (also im Grunde alles was mit Leistung, Engagement, Wohlstand usw. zu tun hat). Nein, gemeint ist damit dass du am Ende deines Lebens siehtst womit du deine Zeit verbracht hast und zufrieden damit bist was du siehst. Sei es die Zeit die du mit einem Job verbracht hast den du hasst oder deine freie Zeit die du mit Nonsense vergeudest oder eben Zeit die du ganz allgemein mit Aktivitäten verbringtst, die dich erfüllt haben. Ganz salopp gesagt geht es darum ob du deine Zeit für dich sinnvoll nutzt oder eben dein Leben vergeudest.

Und ja, in den zahlreichen Büchern über den Sinn des Lebens und den vielen Ratgebern die die krassen Influencer jetzt auf den medialen Markt knallen hört sich das so einfach an. Auch mein erster Gedanke ist bei sowas der dass das ja alles schön und gut ist aber, aber nicht jeder sein Leben so frei gestalten kann. Und ich bin auch nach diesem Buch grundlegend noch der selben Meinung. Allerdings denke ich dass es hier vorallem an der Einstellung der Menschen zu dem was sie tun hapert.

Ich z.B. bin gelernte Gestaltungstechnische Assistentin im Bereich Medien und Kommunikation und habe Kommunikationspsychologie mit Vertiefung Beratungspsychologie studiert. Ich arbeite als Datenerfasserin bei einem großen Biohandelsunternehmen. Auf die Basis heruntergebrochen heißt das ich tippe Daten ab die mir vorgelebt werden. Das nicht spannend und das ändert sich auch nicht bei näherem Hinsehen. Das ist auch  nicht mein Traumberuf – wirklich nicht. Aber trotzdem mag ich ihn sehr. Mein Job hilft mir dabei mein Leben zu finanzieren. Ich bekomme monatlich Geld auf mein Konto von dem ich meine laufenden Kosten decken kann und mir auch ein bisschen was gönnen kann – nicht viel aber es ging mir schon finanziell schlechter. Außerdem bin ich krankenversichert, rentenversichert und arbeitslosenversichert. Ist doch super! Finde ich richtig gut. Und auch wenn sich die Arbeit nicht spannend anhört hat sie einen enormen Vorteil: Sie ist selten eintönig und beschäftigt mein Gehirn gerade so viel dass es nicht langweilig wird, ich aber auch nicht fix und fertig bin wenn ich Feierabend habe. Das heißt wenn ich nach Hause komme habe ich noch genügend Energie um meine freie Zeit zu genießen und zu nutzen.

Wenn ich darüber nachdenke wozu ich mein Leben nutzen möchte gibt es natürlich all die Dinge die ich einfach nur schön finde wie z.B. wandern, Italienisch lernen, mich kreativ austoben, die Sonne genießen usw. Da ist aber auch der Wunsch meine ganz persönliche Erfahrung die ich im Leben gemacht habe dazu zu nutzen andern beizustehen die das Gleiche durchmachen. Mein Job hilft da nicht direkt dabei aber er gibt mir die Freiheit meiner restliche Zeit diesem Wunsch zu widtmen. Hätte ich einen anderen Job, wäre das vielleicht nicht möglich, weil er mich gestig oder körperlich zu sehr fordern würde, als das da nach Feierabend noch irgendwas zu geben wäre. Deshalb bin ich unglaublich dankbar für einen Job der mich absolut nicht erfüllt :D Ich denke es liegt an der Art und Weise wie wir die Dinge im Leben betrachten. Sehen wir nur das Schlechte oder fokussieren wir uns auf das Gute daran? Wenn uns etwas kaputt macht, sei es ein Job oder Beziehungen zu Menschen die uns nicht guttun oder Ähnliches, dann sollten wir etwas daran ändern. Aber wer behauptet sein Leben nicht selbst gestalten zu können wehrt sich in den meisten Fällen lediglich dagegen das Schöne und Gute zu sehen. Von außen betrachtet bin ich alles andere als erfolgreich. Ich nutze weder meine Ausbildung noch mein Studium. Ich habe einen Job der lediglich dazu dient Geld zu verdienen. Allerdings stimmt das nicht. Meine Ausbildung nutze ich um anderen gestalterisch zu Seite zu stehen (woran ich mich sehr erfreuen kann) und auch um mich kreativ auszutoben. Mein Studium war schon allei deshalb ein Erfolg weil es mich dazu bewegt hat ungmein zu entwickeln. Und jetzt nutze ich das erworbene Know-How um Jugendliche zu beraten die in einer Krise einen Ansprechpartner brauchen. Ich verbringe meine Zeit mit Menschen die mich faszinieren, unterstützen, fördern und meine Vorbilder sind. Ich bin in der Lage meine Hobbys auszuleben, Abenteuer zu erleben und Neues auszuprobieren. Ich kann ganz viel geben und bekomme auch ganz viel von anderen Menschen zurück. Ich verbringe meine so, dass ich sie als gut genutzt betrachten kann. Und ich finde, das ist es, was wirklich zähl im Leben!

 

fanoona

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.